Wie beuge ich Scheidenpilz vor?

Wenn es zwischen den Beinen juckt und brennt, ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Scheidenpilz hat sich breit gemacht. Nicht bei jeder Frau äußert sich der Pilzbefall durch Schmerzen oder unaufhörliches Jucken, aber unangenehm ist die Vaginal-Mykose in jedem Fall. Damit es gar nicht erst dazu kommt, gibt es hier für Sie ärztlich bestätigte Vorbeugemaßnahmen!

Präventive Maßnahmen gegen Scheidenpilz

Nicht jede Frau ist gleich anfällig für den Pilz. Bei einem gesunden Immunsystem ist meist auch die Scheidenflora im Gleichgewicht. Das heißt, der Säureschutzmantel ist intakt und Pilzsporen habe keine Chance, sich einzunisten und der das Milieu ist viel zu sauer für die Pilze. Milchsäurebakterien sind die gewünschten Besiedler der Intimregion. Es gibt die Option, sich diese von außen zuzuführen. Dazu sprechen Sie am besten mit ihrer/ihrem Frauenarzt/in. Diese zwei kleinen Dinge können Sie selber für Ihr Immunsystem und Ihre gesunde Scheidenflora tun, um einem Scheidenpilz vorzubeugen:

1. Essen Sie gesund und ausgewogen!
Versuchen Sie so gut es irgendwie geht, auf Zucker zu verzichten. Brausen und Naschereien führen dazu, dass das eigentlich saure Scheidenmilieu süßer wird. Da sich der meist verbreitetste Scheidenpilz Candida albicans vorwiegend von Zucker ernährt, findet er hier dann perfekte Bedingungen. Das Risiko können Sie also vermeiden.

2. Ausreichend Bewegung!
Viel frische Luft, Bewegung und eine normale Körperfülle haben auf den ersten Blick nichts mit Ihrer Vagina zu tun, – zugegeben Aber wie erwähnt, wird ein gesundes Immunsystem mit Vaginal-Mykosen fertig. Also trägt eine gesunde Lebensweise ausdrücklich zur Vorbeugung von Scheidenpilz bei.

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Viel hilft nicht viel. Ganz im Gegenteil. Bitte waschen Sie sich nicht ständig mit aggressiven und stark parfümierten Waschlotionen, Gels oder Schaum. Diese sogenannten Pflegemittel für den Körper sind nicht gut für das empfindliche Gleichgewicht der Scheide. Der pH-Wert der Haut und Haare ist ein anderer als der in der Vagina. Daraus folgen die nächsten Punkte, die Sie befolgen sollten:

3. Extra Pflegemittel
Benutzen Sie Pflegemittel und Waschmittel mit einem neutralen pH-Wert. Diese sind speziell darauf ausgerichtet, das Gleichgewicht nicht zu stören und zum Teil sogar zu unterstützen.

4. Einmal am Tag reicht!
Es ist völlig ausreichend, einmal am Tag den Intimbereich mit Waschmittel zu benutzen. Besser noch wäre es, Sie nutzen es nur alle paar Tage und greifen ansonsten auf lau warmes Wasser zurück.

5. Rasieren!
Was nach einer reinen subjektiven Entscheidung klingt, ist ein hilfreicher Tipp von Ärzten. Wer seine Schambehaarung stutzt oder gar ganz entfernt, verhindert starkes Schwitzen und begünstigt den störungsfreien Ausfluss, der alle Bakterien und Pilze ausspült. So finden Pilze gar nicht erst das süße, warme und feuchte Milieu, was sie brauchen.

Was können Sie sonst noch tun?

6. Handtücher heiß waschen!
Wechseln Sie Handtücher regelmäßig und waschen Sie diese mindestens auf 60 Grad Celsius. Alternativ können Sie Hygienespüler verwenden. So werden Pilzsporen und andere pathogene Keime sicher abgetötet.

7. Die richtige Unterwäsche
Synthetische Kleidung begünstigt Schwitzen, sitzt sie dann auch noch so eng am Körper wie Tangas und Strumpfhosen, verschlimmert sich das Problem. So ist die Wahl von Baumwollwäsche das Gebot der Stunde. Beim Sport ist schnell trocknende und atmungsaktive Funktionsbekleidung zu empfehlen. Alle diese kleinen Tipps helfen zusammengenommen, einen unangenehmen Scheidenpilz zu vermeiden.

8. Geschlechtsverkehr
So seltsam es klingt, waschen Sie sich nach dem Sex mit Wasser und trocknen Sie Ihre Scheide sorgfältig. Aber achten Sie darauf, es nicht zu übertreiben. Innen sollte die Scheide weiterhin feucht bleiben. Sie können den Fön auf kalter Stufe verwenden oder auch ein Handtuch. Kondome helfen, den Austausch von Bakterien und Pilzen zu unterbinden.

9. Schaumbäder bitte nur selten!
Ja, es ist gemütlich, aber diese Schaumbäder verändern das Gleichgewicht und sind so kontraproduktiv.

10. Vermeiden Sie Stress
Zu viel Stress führt nämlich zu einem geschädigten Immunsystem und das, wie wir wissen, schränkt den Körper im Kampf gegen Scheidenpilz ein!

11. Hormonuntersuchung
Wer öfter unter dem Pilz leidet, sollte sich beim Arzt schlau machen, ob eine hormonelle Störung vorliegt. Diese können die Entstehung begünstigen

12. Richtige Tampons
Nicht zuletzt ist es sinnvoll, immer auf die richtige Größe des Tampons zu achten. Wenn die Blutung zu schwach ist, können zu große Tampons Risse in der Scheidenwand verursachen. So können Pilze einfach eindringen.

Sie sehen, einem Scheidenpilz beugen Sie genauso vor, wie jeder anderen Krankheit. Allerdings mit ein paar zusätzlichen Regeln. Gar nicht so schwer für frau, gesund zu bleiben!

 

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/scheidenpilz.html

https://www.kade.de/indikationsgebiete/gynaekologie/scheidenpilz/tipps/

18 Hausmittel gegen Scheidenpilz

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